MAIA
MEDICAL AID FOR ALL

 

In Kooperation mit dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock

 
MIGRATION UND GESUNDHEIT

Viele der in Österreich lebenden Flüchtlinge und MigrantInnen verfügen über keinerlei medizinische Versorgung, da der Staat nur einen Teil der Betroffenen krankenversichert. Auch mit der Umsetzung der Bund-Länder-Vereinbarung (Grundversorgung für AsylwerberInnen ab 1. 5. 2004) werden nicht alle MigrantInnen krankenversichert. Dies ist besonders tragisch, weil viele der MigrantInnen ihr Land aufgrund von Folter, Misshandlungen, Diskriminierung, Hunger oder fehlenden Behandlungsmöglichkeiten bei bestehenden Erkrankungen verlassen mussten und hier bei uns nicht die Hilfe erhalten, die sie sich erhofft haben. Ein Teil von ihnen erkrankt auf der Flucht, andere werden erst hier krank, doch in Ländern wie Österreich gibt es kein umfassendes Netz, das diese Menschen auffängt.

Tagtäglich sind MitarbeiterInnen der mit der Flüchtlingsbetreuung beschäftigten NGO's mit gesundheitlichen Problemen ihrer KlientInnen konfrontiert und es kostet viel Zeit und Kraft wenigstens für die schlimmsten Fälle eine medizinische Versorgung zu organisieren indem einzelne ÄrztInnen gebeten werden ihre Leistungen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dafür gehen wiederum wichtige Ressourcen der NGO's verloren indem weniger Zeit bleibt sich um die rechtlichen und andere oft lebenswichtigen Anliegen der Flüchtlinge zu kümmern.

Aufgrund dieser Umstände haben wir uns entschlossen die Organisation Medical Aid For All (MAIA) zu gründen und ein möglichst umfassendes Netzwerk medizinischer Leistungen für Flüchtlinge und andere Menschen ohne Krankenversicherung zu organisieren, auf das alle NGO's zugreifen können. Es gilt hier in erster Linie ein Netzwerk von ÄrztInnen aller Fachrichtungen und PsychotherapeutInnen zu bilden, die bereit sind eine geringe Anzahl von Flüchtlingen langfristig gratis zu behandeln. Daneben müssen aufwendige Untersuchungen und nicht zur Verfügung stehende Medikamente und Materialien bezahlt werden.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens wurden im Vorfeld möglichst alle NGO's miteinbezogen, damit auf deren Bedürfnisse und Organisationsstrukturen bestmöglich eingegangen werden kann. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Bedürfnissen der behandelnden ÄrztInnen gewidmet, indem die geplante Datenbank nur kooperierenden NGO's und nicht öffentlich zugänglich ist und die ÄrztInnen genau bestimmen können wie viele PatientInnen sie wann behandeln möchten.

Als wichtigste Plattform für unser Projekt soll diese Internet-Seite fungieren indem sie Betroffene, NGO-MitarbeiterInnen und Interessierte über medizinische Versorgungsmöglichkeiten und Wissenswertes zum Thema Flüchtlinge und Gesundheit informiert. NGO-MitarbeiterInnen von kooperierenden Organisationen haben zudem über einen passwortgeschützten Bereich Zugriff auf eine Datenbank, in der sie ÄrztInnen recherchieren und anschließend Behandlungstermine für Flüchtlinge vereinbaren können.

Wenn Sie unser Projekt durch Ihre Mitarbeit oder in Form von Geld- oder Sachspenden unterstützen wollen, dann lesen Sie bitte die entsprechenden Hinweise auf unserer Website oder kontaktieren Sie uns per e-mail.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAIA :: 2004